Ban Krut mit Teenager Arcadia Beach Resort

Ban Krut mit Teenager: Traumstrand, Magic Monk & die Ketchup-Pizza-Reality

Nach dem wuseligen Shopping-Wahn in Bangkok stand der nächste Stopp unserer Reise an: Ban Krut, etwa vier Stunden südlich der Hauptstadt. Wenn Bangkok der Adrenalin-Kick war, dann ist Ban Krut die absolute Vollbremsung.

Keine Wolkenkratzer, keine Malls, keine Moped-Massen. Dafür kilometerlanger, fast menschenleerer Strand, authentisches Essen und eine Entschleunigung, die man nach ein paar Tagen Großstadt-Trubel auch dringend nötig hat.

Hier ist unser ehrlicher Bericht – inklusive UV-Index-Frust beim Teenie, einem Treffen mit dem „Magic Monk“ und dem großen Wäsche-Test.

Die Anreise: Im Minivan mit Mr. Bong

Für die Fahrt von Bangkok nach Ban Krut haben wir uns einen privaten Transfer gegönnt. Mr. Bong hat uns im luxuriösen Minivan für 5.500 Baht (~143 €) direkt vor der Hoteltür abgeholt.

Wer mit Familie und Gepäck unterwegs ist: Macht das! Es ist extrem bequem, man kann die Beine ausstrecken und verliert keine Nerven an Umstiegen mit Koffer-Schlepperei. Nach knappen fünf Stunden entspannter Fahrt rollten wir im Paradies ein.

Die Unterkunft: Arcadia Beach Resort

Gewohnt haben wir im Arcadia Beach Resort – nur durch die Küstenstraße vom Strand getrennt.

  • Die Zimmer: Wir hatten ein hübsches Häuschen im klassischen Thai-Style mit viel dunklem Holz direkt am Pool. Riesiges Bett, gestärkte, blütenweiße Bettwäsche (ich liebe es!) und sehr viele Fenster (die wir allerdings immer mit Vorhängen zu hatten, da wir ja direkt am Pool wohnten :-)) Dazu ein Beistellbett für die Tochter (700 Baht pro Tag inkl. Frühstück).
  • Das Bad: In die Jahre gekommen, aber blitzsauber – mit Außendusche, Außenbadewanne und Wäscheständer.
  • Die Lage: Direkt am großen Pool! Jeder Bungalow hat zwei Stühle, einen kleinen Tisch und zwei Liegestühle vor der Tür. Da wir ja in der Nebensaison da waren, gab es am Pool sowieso nie ein Liegen-Problem.
  • Minibar: Top gefüllt mit Softdrinks, KitKat und Bier – und das zu extrem fairen Preisen!
  • Frühstück: Ausreichend und mit deutlich besserer Auswahl, als wir erwartet hatten.

Das Gastro-Highlight direkt im Hotel: Zum Resort gehört das Café de Wa. Dort haben wir uns jeden Tag mit mega leckeren Smoothies, Knoblauchbrot und Kuchen eingedeckt und alles gemütlich am Pool gegessen.

Die Teenie-Reality: „Holland-Strand“ & UV-Index-Streik

Man muss ehrlich sein: Ban Krut ist kein Koh Samui. Der Strand ist riesig, breit und herrlich leer, aber das Wasser hat eher diesen leicht gräulichen „Holland-Strand-Vibe“ anstelle von leuchtendem Postkarten-Türkis. Schlimm? Überhaupt nicht, aber gut zu wissen.

Das Teenie-Drama: Das Wetter war bei uns meistens leicht bewölkt mit ab und zu ein paar Tropfen Regen. Für mich (Hauttyp 1, Sonnenbrand-Garantie) ein Träumchen, weil die Hitze erträglich war. Für unser Mädel allerdings die Höchststrafe!

„Der UV-Index ist viel zu niedrig, rausgehen lohnt sich heute gar nicht!“ Die Konsequenz? Das Kind lag entspannt bei Top-WLAN im klimatisierten Zimmer und hat sich auf Netflix die gesamte Jurassic Park-Reihe reingezogen. Sie hat Ferien, das WLAN lief – Eltern-Herz, was willst du mehr?

Fahrräder aus der Rost-Hölle & Infrastruktur

Auf der kleinen Hauptstraße in Ban Krut gibt es gleich zwei 7-Elevens, einen kleinen Lotus’s Go Fresh und Geldautomaten (ATMs). Verhungern oder verdursten kann man hier definitiv nicht.

Um den Ort zu erkunden, haben wir uns an einer kleinen Bude Fahrräder geliehen (200 Baht für 24 Stunden). Das war die typische Touri-Bude, die von Luftmatratzen über Kleider bis hin zu Kühlschrank-Magneten einfach ALLES verkauft.

Die Fahrräder waren komplett verrostet, inklusive der Schlösser! Aber hey – sie sind gefahren, der Wind wehte durch die Haare und für eine kleine Tour an der endlosen Strandpromenade hat es völlig gereicht.

Ban Krut mit Teenager Fahrräder

Ausflugstipp: Der Wat Tang Sai auf dem Khao Thong Chai

Wer in Bangkok noch nicht genügend Tempel, Buddhas und goldene Statuen gesehen hat – so wie ich – für den gibt es in Ban Krut noch mehr zu sehen: den Wat Tang Sai auf dem Berg Khao Thong Chai. Unser deutscher Facebook-Kontakt hat uns auch hierhin chauffiert – Unser Teenie würde sicherlich was anderes behaupten, aber der Trip lohnt sich wirklich!

Keine Sorge, ihr müsst nicht den gesamten Berg von unten in der thailändischen Affenhitze hochkraxeln! Man kann mit dem Auto (oder Roller) fast bis ganz nach oben düsen und direkt unterhalb der Treppen parken.

Die verbliebenen – natürlich viiiiiiielen – Stufen müsst ihr dann allerdings doch noch aus eigener Kraft bewältigen. Aber die Schweißperlen lohnen sich: Der Tempelkomplex mit seinen goldenen Pagoden ist wunderschön und der Panoramablick von oben über die Küste und das Meer ist einfach toll. Bei sonnigem Wetter sicherlich noch besser. Wenn ihr in Ban Krut seid: Unbedingt machen

Das Treffen mit dem „Magic Monk“ & Tam Bun

In Ban Krut durften wir ein ganz besonderes Highlight erleben. Vor der Reise hatten wir über Facebook Kontakt zu einem netten deutschen Auswanderer geknüpft, der vor Ort lebt. Er hat uns ein bisschen rumgefahren und mit zu einem lokalen Tempel im Dorf genommen.

Dort durften wir den „Magic Monk“ von Ban Krut persönlich treffen! Der Mönch kennt den Auswanderer gut, weshalb wir überhaupt die seltene Ehre hatten, kurz zu ihm vorgelassen zu werden. Wegen der Sprachbarriere gab es kaum Worte, aber die Atmosphäre war tief beeindruckend.

Wir haben dort „Tam Bun“ gemacht (Gutes tun / Verdienste erwerben):

  1. Ein kleines Blumensträußchen kaufen.
  2. Räucherstäbchen entzünden.
  3. Ein kleines Plättchen Blattgold auf die Buddha-Figuren kleben.

Achtung: Das Blattgold NIEMALS als Souvenir mit nach Hause nehmen! Das bringt laut den Thais absolutes Unglück. Schon gewusst? 😉

Food-Himmel & der Sonntagsmarkt

Essen in Ban Krut ist unverschämt günstig und extrem lecker. Entlang des Strandes reiht sich ein gemütliches Restaurant an das nächste. Für drei Personen haben wir meistens unter 1.000 Baht (~26 €) gezahlt – inklusive Getränke!

  • Die neuen Vorlieben: Unser Teenie hat hier ihre Liebe zu frischen Meeresfrüchten entdeckt (und die sind direkt an der Küste natürlich eine Wucht).
  • Mein Geheimtipp: Bai Liang Phad Khai (Liang-Blätter gebraten mit Ei und Reis). Absolut genial, mild im Geschmack und eine echte Empfehlung, wenn man mal keine Lust auf scharf hat!
  • Som Tam & Bier: Ein frischer Papayasalat kostet zwischen 60 und 80 Baht, die große Flasche Chang (600 ml) schlägt mit 80 Baht zu Buche.

Der Sonntagsmarkt an der Strandpromenade

Wenn ihr Sonntags in Ban Krut seid: Unbedingt hin! Der Markt baut sich direkt an der Strandstraße auf. Man schlendert von Stand zu Stand, kauft sich für ein paar Baht Snacks und setzt sich abends an kleine Plastiktische direkt an den Strand – inklusive Live-Musik.

Unsere Snack-Highlights:

  • Die Ketchup-Pizza: Es gab Mini-Pizzen, die schamlos mit Ketchup statt Tomatensauce bestrichen wurden. Klingt schräg, war aber erstaunlich lecker und der absolute Teenie-Favorit!
  • Waffelröllchen: Kleine knusprige Röllchen mit verschiedenen Füllungen für 15 Baht das Stück. Sensationell gut!
  • (Skurrilität am Rande: Mango Sticky Rice gab es im ganzen Dorf komischerweise nirgends zu kaufen – scheinbar ist man hier nicht auf den typischen Touri-Nachtisch eingestellt oder wir haben es einfach echt übersehen)

Der große Wäsche-Test: Hotel vs. Oma vs. Waschsalon

Mit Teenie sammelt sich im Urlaub bekanntlich ein Berg an Dreckwäsche. Wir haben in Ban Krut den ultimativen Vergleichstest gemacht:

VarianteKostenFazit
Hotel Laundry590 Baht (~15,30 €)Schön bequem, aber apothekenpflichtig teuer für Thailand-Verhältnisse.
Nette Straßen-Oma140 Baht (~3,60 €)Für eine ganze pralle Einkaufstasche voll! Handgemacht & sehr herzlich.
Waschcenter (Otteri)100 Baht (~2,60 €)80 Baht für Waschen + Trockner + 20 Baht für Waschmittel & Weichspüler auf der Hauptstraße.

Das Ergebnis: Gewaschen haben alle super. Und das Beste: Egal wer gewaschen hat, die Wäsche hat danach tagelang absolut fantastisch gerochen!

Fazit: Lohnt sich Ban Krut?

Wer Party, durchgestylte Beach-Clubs oder Shopping-Malls sucht, ist in Ban Krut völlig falsch. Wer aber das echte, entschleunigte Thailand sucht, wo man abends auf Plastikstühlen im Sand sitzt, richtig gut für kleines Geld isst und morgens ein leeres Meer vor der Nase hat, wird diesen Ort lieben.

Für uns als Familie war es nach dem trubeligen Bangkok genau der richtige Zwischenstopp zur Erholung mit Teenager könnten mehr als 3 oder 4 Nächste allerdings echt schwierig werden!

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