Kreditkarten, Waschmaschinen und die Suica Card
Bevor wir in den Flieger gestiegen sind, hat uns fast jeder erzählt: „Japan ist ein absolutes Bargeldland, ohne Cash bist du aufgeschmissen!“ Was haben wir also gemacht? Direkt am Flughafen in Osaka einen riesigen Haufen Scheine umgetauscht. Das Ende vom Lied: Wir haben die Scheine tagelang völlig umsonst spazieren getragen.
In den größeren Städten und normalen Restaurants kannst du mittlerweile so gut wie überall mit Karte zahlen. Unsere normalen Kreditkarten von Mastercard und Visa liefen ohne ein einziges Problem. Wir haben auch unsere Revolut-Karte auf Guthabenbasis getestet – funktioniert ohne Probleme. Der große Vorteil bei Revolut ist, dass du schon Monate vor der Reise den Wechselkurs beobachten und digital Yen eintauschen kannst, wenn der Kurs gerade im Keller ist. Das machen wir für Thailand auch immer so.
Bargeld brauchst du eigentlich nur, wenn du auf die kleineren Inseln fährst, weil es dort keine der großen Konbini-Ketten gibt, sondern nur winzige, inhabergeführte Läden. Falls das Bargeld doch mal knapp wird: Die Geldautomaten im Family Mart und den anderen Konbinis lassen sich komplett auf Englisch umstellen, das kapiert jeder. Wenn man dann doch mal bar bezahlt, wird man mit Münzen überschüttet. Besorgt euch am ersten Tag so einen kleinen, billigen Münzsortierer. Das ist ein Plastikteil, in das man die verschiedenen Yen-Münzen reinsteckt. Ohne das Ding wirst du an der Kasse wahnsinnig, weil du die Werte der Münzen im Kopf gar nicht so schnell auseinanderhalten kannst.
Und noch eine kleine Anekdote zum Thema Geldqualität: Wir haben unfreiwillig getestet, dass japanische Geldscheine absolut waschmaschinenfest sind. Wir haben ein Portmonee mitgewaschen. Die scheine sahen danach exakt so aus wie vorher, kein Reißen, kein Verfärben. Glück gehabt.
Für die U-Bahn in Tokio braucht ihr übrigens überhaupt kein Ticket. Ihr ladet euch einfach vorab die digitale Suica-Card direkt in das Wallet auf dem iPhone. Geht schon von Deutschland aus. Die Karte kann man dann ganz entspannt online über das Handy immer wieder aufladen. Am Bahnhof legst du das iPhone einfach auf das Kreuz an der Schranke, gehst durch, und beim Rausgehen hälst du es wieder drauf. Das System rechnet den Betrag in Echtzeit ab. Wichtige Regel: Ihr könnt nicht zu zweit mit einer Karte fahren. Jeder in der Familie braucht zwingend sein eigenes Smartphone mit einer eigenen Suica-Card. Das Restguthaben, das wir am Ende der Reise noch auf den Handys hatten, haben wir am Abreisetag einfach im 7-Eleven direkt am Flughafen in Tokio für Snacks auf den Kopf gehauen.