Osaka Castle Japan

Japan Urlaub Tipps — was du wirklich wissen musst


Vorbereitung & Internet

Japan Urlaub Tipps aus erster Hand — ich fange mit dem Wichtigsten an: Ohne Netz läuft in Japan nichts. Google Maps ist dein ständiger Begleiter — ohne Echtzeit-Navigation verlierst du schnell den Überblick. Wir haben vorab eine E-SIM über Airalo installiert. Einfach, günstig, funktioniert überall. Wird bereits in Deutschland installiert und funktioniert nach der Landung ohne Probleme.

Ein bisschen kulturelle Vorbereitung vorab schadet nicht. Ein paar YouTube-Videos zu Verhaltensregeln, und du kommst entspannt an.


Wetter & Kleidung im Sommer

Wer im Juli oder August fährt: Es ist nicht einfach heiß — es ist feucht-heiß. Der Unterschied ist erheblich.

Kein dunkles Baumwoll-T-Shirt. Keins. Nach einer Stunde siehst du aus wie frisch aus dem Ozean gezogen. Uniqlo-Funktionsshirts (Airism) halten trocken und sehen trotzdem ordentlich aus. Und ein echter Geheimtipp aus dem japanischen Drugstore: Knick-Eispacks für den Nacken. Rettet den Tag.


Finanzen & Bezahlen

Japan ist kein reines Bargeldland mehr — zumindest nicht in den Städten. Mastercard, Visa und Revolut funktionieren problemlos.

Revolut-Tipp: Vorab bei gutem Kurs digital Yen tauschen spart Gebühren. Bargeld brauchst du hauptsächlich auf kleineren Inseln ohne große Konbini-Ketten. Family Mart Automaten lassen sich auf Englisch umstellen.

Japanisches Kleingeld ist eine eigene Wissenschaft — ein kleiner Münzsortierer ist keine Spielerei. Und japanische Geldscheine überleben problemlos einen Waschgang. Haben wir unfreiwillig getestet.


Essen & Restaurants

Für Fleischesser ein Paradies. Osaka gilt als die Küche des Landes. Portionen sind kleiner als in Europa — man bestellt einfach mehrere Kleinigkeiten nach.

Bestellen ohne Sprachkenntnisse? Die täuschend echten Plastik-Nachbildungen der Gerichte im Schaufenster sind genau dafür da — reinzeigen, fertig.

Für Vegetarier wird es schwieriger. Versteckter Speck oder Fleisch ist fast überall drin, Salatdressings basieren häufig auf Dashi (Fischbrühe) — auch wenn es harmlos aussieht. Die App Happy Cow hilft bei der Suche. Oder man arrangiert sich mit der Fischbrühe.

Bezahlt wird fast nie am Tisch, sondern immer vorne an der Kasse. Einfach aufstehen und hingehen.

Der Filterkaffee in vielen Hotels war übrigens oft erschreckend dünn. Wie Tee, sollte aber Kaffee sein.


Transport: Bahn, U-Bahn & Taxi

Die Regionalbahnen sind eine Offenbarung — pünktlich, sauber, erstaunlich günstig. Osaka nach Kyoto kostet fast nichts.

Für Tokio: Suica-Card ins iPhone-Wallet laden, fertig. Jeder braucht zwingend eine eigene Karte. Restguthaben lässt sich am Flughafen im 7-Eleven ausgeben.

Bahn-Knigge: In den aufgezeichneten Reihen anstellen, erst aussteigen lassen, Rucksack nach vorne nehmen, absolute Ruhe. Alle halten sich dran.

Shinjuku Station hat über 200 Ausgänge. Man verläuft sich garantiert. Am besten als Challenge mit Humor nehmen.

Taxis sind teurer — gehäkelte Sitzbezüge, Fahrer mit weißen Handschuhen, Türen die sich hydraulisch öffnen. Fass die Tür nicht selbst an! Das macht der Fahrer. Der wird echt nervös, wenn man das selbst macht. Englisch läuft dort meistens nicht — japanische Adresse ausdrucken, screenshotten oder Hotelvisitenkarte zeigen.

Bahn Knigge: korrektes Anstehen in Japan

Hotels & Unterkünfte

Japanische Zimmer sind klein. Sehr klein. Aber ausnahmslos makellos sauber.

Check-in-Zeiten werden ernst genommen. 15 Uhr heißt 15:00 Uhr, keine Minute früher. In großen Tokio-Hotels checkt man oft komplett selbstständig am Computer ein.

Hotelpersonal spricht oft nur zögerliches Englisch — aus Angst, einen Fehler zu machen. Übersetzungs-App bereithalten. Und ein „Nein“ wird umschifft, statt es klar auszusprechen.

Auf den kleinen Inseln — wir waren auf Tokashiki und Zamami — ist die Herzlichkeit nochmal eine andere Klasse. Straßenschuhe kommen direkt am Eingang weg, Einmalschlappen für alle Bereiche im Hotel.

Einmalschlappen im Hotel in Japan

Tattoos & Onsen

Das betrifft uns direkt, weil mein Mann tätowiert ist. In Japan werden Tätowierungen traditionell mit der Yakuza assoziiert. Große Onsen haben wir deshalb gemieden, so große Pflaster zum überdecken gibt es nicht.

Auch in modernen Hotels — wir hatten das in Okinawa — gibt es strikte Poolregeln. Tattoos müssen verdeckt sein. Lösung: Lange UV-Shirts beim Baden.

Im Alltag kein Problem. Jüngere Japaner fanden die Tattoos oft sogar interessant.

Noch ein Tatami-Hinweis: Soße auf traditionellen Reisstrohmatten zieht sofort ein. Wir haben den Schaden ehrlich gemeldet und beim Check-out bezahlt. War unangenehm — aber richtig.


Toiletten, Automaten & ein Erdbeben

Japanische Toiletten sind kostenlos, überall verfügbar, makellos sauber, beheizt, mit Bidet. Europa hat da schlicht Nachholbedarf.

Vending Machines an jeder Ecke — gekühlte Getränke, warme Getränke, und gelegentlich Dinge bei denen man zweimal hinschaut. Wem ist nicht schon nachts eingefallen, dass er noch Sriracha Sauce aus dem Automaten braucht?

In Tempeln: Schultern und Knie bedecken. Die Japaner kleiden sich generell zurückhaltend.

Und für alle die zum ersten Mal fahren: Ein leichtes Erdbeben morgens um 6 Uhr in Tokio gehört zum Alltag. Für Europäer trotzdem ein kurzer Moment wo man nicht weiß ob man träumt. Man träumt nicht.

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